Die Entwicklung der Saunakultur in Deutschland
Schon in sehr alten, zum Teil mittelalterlichen Schriften finden sogenannte Badestuben Erwähnung, welche als die Vorläufer der heutigen Holz Sauna anzusehen sind. Zumeist handelte es sich bei diesen öffentlichen oder auch privaten Badeanstalten um heiße Wasserbäder, in welchen sich die Badenden zum Schwitzen einfanden. Diese Badekultur fand jedoch im 17./18. Jahrhundert ein jähes Ende, da aufgrund von medizinischen Irrglauben die Badeanstalten für die Verbreitung von zahlreichen Krankheiten angesehen wurden.
Zudem sah die Kirche in den Badeanstalten einen Sittenverstoß, was den Untergang der frühen Saunakultur zusätzlich förderte.
Erst Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die spezielle Badekultur und das mit ihr verbundenen Schwitzen in Deutschland wiederentdeckt und die heutige Holz Sauna aus Finnland eingeführt. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland stieg die Anzahl der Saunabadeanstalten rapide an. Während in den 60er Jahre noch an die 1000 öffentliche Saunaanlagen verzeichnet waren, stieg die Anzahl bis zum Jahre 1970 um über das doppelte an.
Bis zum Jahre 1980 verdoppelte sich die Zahl der öffentlichen Saunen noch einmal, jedoch mussten viele dieser Badeanstalten aufgrund der Reform des Gesundheitswesens und den damit verbundenen Existenznöten bis zum Jahre 1990 wieder schließen.
Gleichzeitig fanden sich in den 90er Jahren immer häufiger Saunen, welche in Hotels, Fitnesscentern und Sportanlagen die Möglichkeiten für das gemeinsame Schwitzen boten. Diese Saunen waren ursprünglich nur den Gästen der entsprechenden Etablissements vorbehalten, wurden jedoch zum Großteil bald auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Auch die Holz Sauna für das Eigenheim setzte sich zu dieser Zeit langsam durch, was leider ebenfalls dem Erhalt der öffentlichen Badeanstalten entgegenwirkte. Heutzutage wird die Anzahl von Privatsaunen in Eigenheimen auf eine Zahl von 1,7 Millionen geschätzt.
Aufgrund von Umfragen, welche von verschiedenen Saunaverbänden durchgeführt wurden, wird die Zahl der regelmäßig saunierenden Bundesbürger auf über 30 Millionen geschätzt, wobei ermittelt wurde, dass 17 Millionen deutsche Männer und 13 Millionen Frauen sich regelmäßig zum Schwitzen in einer Sauna einfinden.
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